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Privatpraxis Rudolf W. Strümper Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin in Köln

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Gesundes Kniegelenk: Der Gelenkknorpel, ein festes, elastisches Gewebe, dient als stoß- und reibungsdämpfendes Kissen an den Stellen, wo die Enden der Knochen aufeinander treffen. Der Gelenkzwischenraum ist von der Gelenksinnenhaut (Synovialhaut) ausgekleidet, die eine Gleitflüssigkeit absondert.

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Kniegelenk mit Arthritis im Anfangs- oder fortgeschrittenen Stadium: Die Synovialhaut verdickt und entzündet sich. Diese Entzündung ist die Ursache der fortschreitenden Knorpelerosion. (Knorpel baut sich ab) Die überschüssige Gelenkflüssigkeit sammelt sich im Zwischenraum und verursacht die Schwellung. Arthritis bezeichnet die "Gelenkentzündung".

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Kniegelenk mit Arthrose im fortschreitenden Stadium: Die Arthrose beginnt mit einem Abbau des Gelenkknorpels, hier kommt es aber anschließend zu Umbauprozessen im angrenzenden Knochen, die sogenannte Gelenkfläche wird hier nach und nach zerstört. Die Arthrose zählt daher zu den degenerativen Erkrankungen und bezeichnet den "Gelenkverschleiss".

 

Arthritis – was ist das genau?

Arthritis ist eine entzündliche, schubweise verlaufende Gelenkerkrankung, die zum grossen Formenkreis der rheumatischen Beschwerden gezählt wird, wozu neben zahlreichen verschiedenen Arten der Arthritis auch die aktivierte Arthrose, die Gicht und der Weichteilrheumatismus gehören.

Verwechslungsgefahr!

Zwischen Arthritis und Arthrose liegt allerdings ein großer Unterschied.

Gerne wird die Arthritis mit der Arthrose verwechselt. Arthritis ist von Arthrose abzugrenzen, da es sich hierbei um keine entzündliche, sondern um eine degenerative Erkrankung der Gelenke handelt. Arthritis wird nach zwei Ursachen eingeteilt: die bakterielle - eitrige Arthritis, die durch Keime im Gelenk verursacht wird und nichtbakterielle Arthritis, wie sie beispielsweise bei rheumatischen Erkrankungen üblich ist.

Im Gegensatz zu der Arthritis verhält sich die Arthrose genau umgekehrt. Hier führen die (abnutzungsbedingten) Gelenkschäden zu Entzündungen.

Wie erkenne ich eine beginnende Arthritis? Symptome - Anfangsstadium bis hin zum Endstadium.

Im Anfangsstadium sind die Beschwerden der Gelenke so unspezifisch, dass Patienten sie zunächst als allgemeines unwohl sein empfinden. Klassische Symptome der Arthritis sind Gelenkschmerzen, die entweder schlagartig eintreten können oder auch schleichend kommen. Von der Intensität immer schlimmer werden. Vor allem morgens leiden die Betroffenen unter Steifigkeit, sowie unter Durchblutungsstörungen. Im Anfangsstadium legt sich die Steifigkeit allerdings wieder.

Im weiteren Krankheitsverlauf werden die Gelenke angegriffen. Akute Schübe (die Wochen bis teilweise Monate dauern können) treten mit Gelenkschmerzen.- Schwellungen, Fieber und Müdigkeit auf.

Bei Arthritis zeigt eine Röntgenaufnahme erst im fortgeschrittenen Stadium (nach mehreren Jahren) Gelenkschäden, so dass eine solche in der Anfangsphase der Krankheit kaum eine diagnostische Hilfe sein wird. Meist ist es das Blut, das dem untersuchenden Arzt Rückschlüsse darüber erlauben soll, wie es um den Patienten steht. Wenn das Blut nämlich die so genannten unspezifischen Entzündungszeichen meldet, deutet der Arzt das bereits als ersten Hinweis auf eine Arthritis.

Eine genaue Diagnostik ermöglicht auch die Untersuchung im Kernspin (MRT). Hier erhält der Arzt eine genau Information sowohl über die Lokalisation und Ausbreitung als auch über das Stadium der Entzündung. Oft findet man hier auch die Ursache der Entzündung.

Verschiedene Ursachen einer Arthritis

Für das Auftreten einer Arthritis können verschiedene Ursachen verantwortlich sein:

  1. Überlastungsbedingte entzündliche Reaktion des Kniegelenks
  2. Folge einer Rißbildung im Meniskus.
  3. Folge eines Knorpelschadens
  4. Folge einer bakteriellen Infektion
  5. Gicht
  6. Aktivierung einer bestehenden Arthrose

Behandlung und Therapie:

Entzündungshemmende Therapie:

Physiotherapie

Wir bieten hier in unserer Praxis Physiotherapie selbst an, welche wir bei solchen Erkrankungen wie Arthritis anwenden. Zwischen Krankengymnastik, Manuellen Therapie, Elektro.-, Strom- Laser- und Stoßwellentherapie, EMG.- Biofeedback.-, Power Plate- sowie Cybextraining wählen wir für ihre Beschwerden das richtige Programm. Hier versuchen wir gezielt auf ihr Krankheitsbild einzugehen und dieses zu beheben.

Cortisontherapie

Bei persistierenden Beschwerden, die auch durch Physiotherapie und Schmerzmedikamenten nicht anzusteuern sind bzw keine Besserung bringen, wenden wir oftmals eine Cortisontherapie an. Hier injezieren wir einen Cortisonstoß in das betroffene Gelenk. Diese Wirkung tritt erst nach geraumer Zeit ein, wirkt also nicht wie eine Tablette, die sich sofort in der Blutlaufbahn verteilt. Es kann bis zu einigen Tagen dauern. Man wiederholt den Prozess in der Regel nach 1 Woche erneut, die Wirkung hält in den meisten Fällen bis zu 4 Wochen.

Hyaluronsäure:

Bei Hyaluronsäure handelt es sich um ein Element des Knorpels sowie der Flüssigkeit im Gelenk. Die künstlich gewonnene Arznei wird direkt in das Gelenk gespritzt. Grob gesagt sollte Hyaluronsäure bei Arthrose wie Gelenkschmiere wirken die den Knorpelabbau verzögern-, das Knie flexibler und den Knorpel gleitfähiger machen soll. Dazu soll das Hyaluron auch entzündungshemmend wirken und die Schmerzen lindern. Erfolgsversprechend ist die Therapie allerdings meist nur bei Patienten mit einer noch nicht allzu weit fortgeschrittenen Arthrose. Die Wirkung tritt nicht sofort auf, hält aber ein halbes, bis sogar in guten Fällen ein Jahr lang an.

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