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Privatpraxis Rudolf W. Strümper Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin in Köln

Der Meniskus im Kniegelenk ist ein wichtiges Organ und fuktioniert  als eine Art Stoßdämpfer und Führung der Bewegung der Knorpelflächen. Daher sollte versucht werden, den Meniskus zu erhalten, wenn er verletzt ist. 

 

Meniskus-Riß ohne Operation reparieren

Wir haben eine neue minimalinvasive Methode entwickelt, mit der ein gerissener Meniskus zunächst refixiert werden kann, sodaß der Riß wieder zusammenwachsen und der Meniskus erhalten werden kann. Dieses wird ohne Operation und ohne allgemeine Narkose in örtlicher Betäubung nahezu schmerzfrei unter Kernspinkontrolle (MRT) ambulant durchgeführt. Der Eingriff dauert etwa 1/2 bis 1 Stunde, danach können die Patienten sofort belasten. Im Anschluß werden 1x pro Woche Wachstumsfaktoren (Orthokin=ACS) ebenfalls unter Lokalanästhesie in das Knie in die unmittelbare Nähe des Meniskusrisses gespritzt. Die Wachstumfaktoren werden aus dem Blut des Patienten selbst gewonnen. Das Blut muss nur einmal abgenommen werden, die Injektionen in das Knie erfolgen dann über einen Zeitraum von 4 Wochen 1 mal wöchentlich. Nach 6 Wochen ist der Heilungsvorgang des Meniskus abgeschlossen und wird mittels MRT kontrolliert.

Mit diesem Verfahren haben wir seit Mitte 2016 über 70 Behandlungen erfolgreich durchgeführt und die ersten Therapieergebnisse sind sehr vielversprechend. Wir werden diese Methode auf dem kommenden internationalen EFORT-Kongress in Wien (31.5.2017) präsentieren.

 

Die folgenden Abbildungen zeigen das Prinzip der minimal invasiven Behandlungsmethode:

Abb. 1) Zeigt den Aufblick auf ein rechtes Kniegelenk mit Innenmeniskus und Aussenmeniskus. Im Innenmeniskus ist ein typischer Riss dargestellt (im Bild links unten).

 Bildschirmfoto 2017 05 14 um 20.37.08

 

Abb. 2) Zeigt die Einführung eines MRT-tauglichen Introducers unter MRT-Kontrolle bis in den Meniskus-Riss.

Bildschirmfoto 2017 05 14 um 20.54.31

 

Abb. 3) Nach Kontrolle der Position des Introducers im MRT wird der Fibrinkleber injiziert

Bildschirmfoto 2017 05 14 um 21.43.20

 

 

Vorteile der neuen Methode:

1. Eine Operation und damit das operative Risiko wird vollständig vermieden! Auch bei Arthroskopischen Operationen besteht ein Risiko, Knorpelverletzungen an den Gelenkflächen oder auch Gefäß- oder Nervenverletzungen zu erleiden.

2. Das Risiko einer Allgemein-Narkose oder Rückenmarks-Narkose wird vollständig vermieden!

3. Der Meniskus als wichtiges Organ im Kniegelenk bleibt erhalten!

4. Die neue Methode ist nahezu schmerzfrei.

5. Keine Strahlenbelastung, da der Eingriff im MRT (Kernspin) durchgeführt wird.

6. Sofortige Belastbarkeit (keine Schwächung der Muskulatur), verhältnismäßig geringer Zeitaufwand für den/die Patienten/in.

7. Der verwendete Fibrinkleber Tisseel® ist ein bewährtes Produkt, welches schon seit 29 Jahren in Gebrauch ist.

 

 

 

Häufig gestellte Fragen:

Ist die neue Methode vollkommen Risiko frei?

- Nein, beim Einbringen der feinen Nadel besteht ein geringes Infektionsrisiko, obwohl wir nach hohen sterilen Standards arbeiten und z.B. ausschließlich steriles Einmalmaterial und Einmal-Kittel verwenden.

Können alle Meniskusrisse damit behandelt werden?

- Leider nicht, sogenannte dislozierte Risse, d.h., wenn sich ein grösseres Meniskus-Fragment verschoben hat, können naturgemäß nicht wieder zusammengeklebt werden. Ob ein Riß dafür geeignet ist, zeigt sich im diagnostischen MRT (Kernspin), welches vor einem solchen Eingriff vorhanden sein muß oder angefertigt werden muß.

Können alle Patienten damit behandelt werden?

- Bei Patienten, die nicht in ein MRT dürfen, z.B. Patienten mit Herzschrittmacher, kann der Eingriff auch im CT durchgeführt werden

Welcher Fibrin-Kleber wird verwendet?

- Wir verwenden Tisseel® von der Firma Baxter. Es handelt sich um ein seit Jahren bewährtes Produkt, welches schon bei der Refixierung von Gelenkknorpel oder anderen operativen Eingriffen in vielen Ländern erfolgreich eingesetzt wurde. Dennoch kann auch hier trotz sehr sorgfältiger Herstellung und Reinigung ein geringes Rest-Infektionsrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Außerdem können selten auch einmal allergische Reaktionen auftreten.

Kann der Patient/die Patientin unmittelbar nach dem Eingriff (Refixierung) Autofahren?

- Da eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) am Knie durchgeführt wird, ist der/die Patient/in im Anschluß nicht verkehrstüchtig, sollte also nicht selbst Autofahren. 

 



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