Eine Vielzahl oft noch junger Menschen leidet an Rückenschmerzen, die häufig durch Bandscheibenvorfälle verursacht werden. Solche Bandscheibenvorfälle können heute durch moderne Untersuchungs-techniken wie die Magnetresonanztomographie oder auch Kernspintomografie (MRT) genannt rasch festgestellt und genau lokalisiert werden. Dies ist die Voraussetzung für eine effiziente Therapie.
Bei der o.g. Untersuchung werden entzündungshemmende Medikamente in die unmittelbare Nähe des Bandscheibenvorfalls und des Entzündungsprozesses injiziert. Die Entzündung klingt ab und die Schwellung wird geringer. Dadurch wird auch die Durchblutung dieses Gebietes wieder verbessert. Der Heilungsprozess beginnt, auch wenn anfangs noch eine Vorwölbung von Bandscheibengewebe besteht, hat der Patient keine Schmerzen mehr.
Wie wird die MRT-gesteuerte PDI-Therapie durchgeführt? Bei der MR-gesteuerten Schmerztherapie handelt es sich um ein besonders präzises Verfahren. So werden per kernspintomographischer Planung in Bauchlage des Patienten feine Nadeln millimetergenau an die schmerzenden Strukturen wie Wirbelgelenke oder Nervenwurzeln sowie ggf. auch an einen Bandscheibenvorfall herangeführt. Nach Kontrolle der Nadellage werden z.B. die Wirbelgelenke infiltriert oder aber eine Nervenwurzel mit betäubenden und entzündungshemmenden Medikamenten umspritzt. Selbstverständlich erfolgt vor jeglicher Therapie eine präzise Analyse des Schmerzes durch die genaue Befragung des Patienten zu seinem Schmerzbild. Anschließend werden diese Befunde mit den Ergebnissen einer kernspintomographischen Untersuchung (MRT) verglichen. Konventionelle Röntgenuntersuchungen haben hier nur eine sehr begrenzte Aussagekraft.
Klassische Zielpunkte der MRT-Therapie sind vor allem:
Nach 2-4 Behandlungen kann mit einem Ansprechen der Therapie gerechnet werden. Bei bis zu 90% der Patienten kommt es zu einer vollständigen und auch langfristigen Beseitigung der Beschwerden.
Da diese Injektionen unter kernspintomographischer (MRT) Kontrolle durchgeführt werden, wird der Patient keinerlei schädlicher Strahlung ausgesetzt.
Seltene Nebenwirkungen der PDI
Nebenwirkungen und Komplikationen sind bei diesem Eingriff sehr selten. Wie bei allen Injektionstechniken kann es gelegentlich zu einem kleinen Bluterguss im Bereich der Nadel kommen. Nebenwirkungen sind vonseiten der verwendeten Medikamente möglich, wenn kein Eigenblut verwendet wird. Vorstellbar sind allergische Reaktionen zum Beispiel durch die verwendeten Kontrastmittel. Bei Verwendung von Cortisonpräparaten können die hier bekannten Nebenwirkungen auftreten. Wenn Risiken wie Blutungsneigung oder durchgemachte Thrombosen bekannt sind, sollte diese dem Arzt unbedingt vorher mitgeteilt werden. Ernste nachteilige Begleiterscheinungen sind bei dieser Methode jedoch bisher nicht aufgetreten.
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