Arthrose (Synonyme: Gelenkverschleiss, Arthrosis deformans) ist eine schmerzhafte, degenerative fortschreitende Gelenkerkrankung. Sie beruht auf einer chronischen Abnutzung des Gelenkknorpels. Das Hüftgelenk (Coxarthrose), das Kniegelenk (Gonarthrose) und die Wirbelsäule (Spondylarthrose) sind besonders häufig betroffen, seltener die Finger-, Schulter- und Sprunggelenke.
Arthrose kann in jedem Alter auftreten, wobei ältere Menschen häufiger betroffen sind als jüngere.
Als Ursache wird meist das Missverhältnis zwischen der Belastbarkeit und der tatsächlichen Belastung des Gelenkes gesehen. Dies kann eine Überlastung (z.B. erhöhtes Körpergewicht), angeborene oder traumatisch bedingte Ursachen wie z.B. Fehlstellungen der Gelenke oder knöcherne Deformierungen auf Grund von Knochenerkrankungen wie z.B. Osteoporose sein.
Aufgrund einer Überlastung kommt es zu einer Knorpelabnahme an den Druckstellen und zeitgleich zur Abnahme der Gelenkflüssigkeit, wodurch die Gleitfähigkeit der Gelenkflächen eingeschränkt wird und die Synovialis (Gelenkinnenhaut) durch die ständige Reibung gereizt wird. Darüberhinaus kann Arthrose auch Folge einer anderen Erkrankung wie z.B. Arthritis (Gelenkentzündung) sein. Hierbei spricht man von einer sekundären Arthrose. Sie kann ebenfalls mit einer überlastungsbedingten Ergussbildung einhergehen, was dann eine sekundäre Entzündungsreaktion ist und als aktivierte Arthrose bezeichnet wird.
Man unterscheidet Symptome und Beschwerden bei ruhender und aktivierter Arthrose.
Bei ruhender Arthrose:
Grundsätzlich unterscheidet man die primäre und die sekundäre Arthrose, wobei der primären eine biologische Minderwertigkeit des Knorpelgewebes unklarer Ursache angenommen wird. Sekundäre Arthrose hingegen entsteht durch mechanische Überbelastung, entzündliche Veränderungen oder metabolische Störungen.
Man unterscheidet vier verschiedene Stadien, die die Schädigung des Gelenks insgesamt beschreiben:
Es gibt eine Anzahl Faktoren, die eine Arthrose begünstigen können.
Folgende mögliche Risikofaktoren sind bekannt:
Es gibt verschiedene diagnostische Methoden, um die Diagnose Arthrose stellen zu können. Zunächst ist die Anamnese wichtig, um entscheidende Informationen über mögliche Risikofaktoren und den Krankheitsverlauf zu erfahren. Darüberhinaus sind bildgebende Verfahren wie Röntgen und MRT (Kernspintomografie) wichtig um die Diagnose stellen zu können. Hierbei ist vor allem der Gelenkspalt von grossem Interessen, weil man dadurch Rückschlüsse auf den Gelenkknorpel ziehen kann. Im MRT sind zusätzlich auch Knorpelschäden direkt zu erkennen. Beide bildgebenden Verfahren sind jederzeit in unserer Praxis möglich.
Es gibt eine große Anzahl an Therapiemöglichkeiten, die die Arthrose zwar nicht wegmachen können, jedoch das Fortschreiten und die Beschwerden vermindern können. Die Art der Therapie ist abhängig von der individuellen Arthroseform, der Ursache, dem Stadium und den Beschwerden des jeweiligen Patienten. Ziel der Therapie ist also die Beschwerden und Bewegungseinschränkungen zu vermindern und Folgeschäden zu verhindern.
Folgende Therapiemaßnahmen sind in unserer Praxis möglich:
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Orthopädie im Rheinauhafen
Im Zollhafen 6, 50678 Köln, Deutschland